Service-Wüste Deutschland

Unter diesem Titel veröffentlichen wir hier regelmäßig Story’s über krasse und skurrile Ausrutscher im Umgang mit Kunden. Wenn Sie ähnliche Erlebnisse hatten, mailen Sie uns. Wir fügen Ihren Bericht gerne in diese Rubrik ein, in der Hoffnung, das dies für die im Einzelhandel Tätigen ein Anstoss ist, über mehr kundenorientiertes Verhalten nachzudenken. Selbstverständlich nennen wir keine Namen.

Frau M.R. aus O. berichtet:
Ich leihe schon seit langen in einer Videothek hier am Ort Filme aus. Dafür musste ich dort auch Mitglied werden. Neulich holte ich 2 Filme. Aus zeitlichen Gründen konnte ich sie nicht termingerecht zurückgeben. Am Tag vier, erhalten ich aus der Videothek einen Anruf, sie würden mich ermahnen, die Filme zurückzubringen und gleichzeitig mitteilen, dass ich pro Tag eine Mahngebühr von 2 Euro bezahlen müsse. Als ich daraufhin am selben Tag meine Filme zurückbrachte, wollte ich selbstverständlich auch die Ausleihgebühr für den 4. Tag begleichen. Daraufhin wurde mit verklickert, ich müssen noch zusätzlich 2×2,– Euro Mahngebühr zahlen, Mehrmals wurde auf die AGB’s verwiesen, die ich unterschrieben hätte. Ich weigerte mich trotzdem, da wurde mir Inkasso angedroht. „Gut, dann bezahle ich, aber als Kunden haben Sie mich verloren“, antwortete ich verärgert. Darauf der Videothekmitarbeiter: „Dann lassen Sie sofort Ihren Mitgliedskarte da“.

Frau F.T. aus H. berichtet:
Ich war gestern in Berlin beim Einkaufsbummel. An einem größeren Schuhgeschäft sah ich einen Schuh, der mir gefiel. Ich trat durch den weit geöffneten Eingang ein und ging auf die fraglichen Schuhe zu. In diesem Moment klingelte mein Handy. Ich nahm es aus der Tasche und meldete mich. Da trat eine Verkäuferin auf mich zu, tippte mir auf die Schulter und sagte: Wir sind keine Telefonzelle, telefonieren Sie draußen.

Herr K.R aus M. berichtet
Ich wollte mir hier in einem exclusiven, nicht gerade billigen, Delikatessengeschäft  mit einem hochwertigen internationalen Angebot, einen besonderen Käse erstehen. Ich befand mich vor der Käseauslage und musterte die verschiedenen Sorten mit den dazugehörigen Beschreibungen, als plötzlich über mir eine ca. 25-30jährige, recht massige Verkäuferin, in einem Feldwebelton bellt: So junger Mann, was hätten Sie denn gern? Ich war konsterniert über diese vertraulich plumpe Ansprache. Ich fand sie weder witzig noch originell – einfach nur borniert. Ich muss dazu sagen, dass ich 61 Jahre alt bin und keine Arbeits- oder Freizeitkleidung getragen habe. Gerade in einem Geschäft dieses Niveaus hätte ich das nicht erwartet. Ich bin auch seither dort nicht mehr gewesen.